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Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Rangsdorf – Keine Standortbestimmung für neuen Jugendclub im August mehr möglich

26.08.2019

Am 24. August 2019 stand in der Märkischen Allgemeinen Zeitung, Zossener Teil, ein Artikel „Auf der Suche nach einem Domizil für die Jugend“ zu einem möglichen neuen Standort für einen Jugendclub. Hierzu wurde ich von verschiedenen Bürgern am Wochenende auf dem Rangsdorfer Sommerfest angesprochen, ob denn darüber in aller Eile diskutiert werden soll, um ohne weitere Bürgerbeteiligung Fakten zu schaffen. Dies habe ich verneint. An der Stelle müssen alle Betroffenen mitgenommen werden.

 

Die Gemeinde wird in den nächsten Monaten über eine Verbesserung der Jugendarbeit in Rangsdorf gemeinsam mit den Jugendlichen Lösungen erarbeiten und diese mit in die Verantwortung nehmen. Mit der Jugendzukunftskonferenz im April dieses Jahres wurden erste Impulse gesetzt. Auch das neue Jugendparlament in der Gemeinde Rangsdorf wird maßgeblich an den Plänen beteiligt werden. Es wurden bereits verschiedene Standorte für einen Jugendclub diskutiert sowie der Ausbau des bestehenden Jugendclubs im Pramsdorfer Weg.

 

Der o.g. Zeitungsartikel zitiert den Gemeindevertreter Oliver Scharfenberg und suggeriert, dass den Jugendclub in Rangsdorf am Pramsdorfer Weg nur Jugendliche bis 13 Jahre besuchen können. Dem ist nicht so. Nach wie vor können Jugendliche bis 21 Jahre und junge Erwachsene bis 27 Jahre den Jugendclub nutzen.

 

Im Jugendclub gibt es, anders als der Artikel suggeriert, auch Billard, Kicker, WLAN und auch einen Grill. Es wurde in den letzten Jahren von Jugendlichen an der Stelle auch häufig gegrillt.

 

Das Problem des Vandalismus im Bereich des Bahnhofs, des Strandbades und auf dem Weg zwischen Strandbad und Bahnhof hat auch mit vielen jugendlichen Besuchern von außerhalb zu tun. Dies konnte ich als Bürgermeister an Wochenenden in diesem Sommer oft vor dem Rathaus beobachten. Es kamen abends am Wochenende Jugendliche mit dem Zug, die dann noch alkoholische Getränke im Supermarkt kauften und sich manchmal direkt unterhalb meines Büros versammelten. Schließlich zogen sie in Richtung Strandbad. Auf dem Rückweg im Dunkeln, nachdem dann einige alkoholische Getränke konsumiert wurden, gab es nachts oft eine Spur der Verwüstung, die sich bis in den Bahnhof erstreckte. Wären dies überwiegend Rangsdorfer Jugendliche, wären diese wahrscheinlich nicht mit dem nächsten Zug weg gefahren. Der Vandalismus war auch ein Grund, dass vor einigen Jahren die regelmäßigen Diskothek-Veranstaltungen im Seehotel aufgegeben wurden. Der Vandalismus geschieht leider gerade dann, wenn die Jugendlichen unbeobachtet sind.

 

Um Vandalismus zu verhindern, wird sich die Gemeinde überlegen müssen, ob sie nicht im nächsten Sommer entweder mit verstärktem eigenen Personaleinsatz oder durch Bindung einer Wachschutzfirma an den Wochenenden präventiv tätig wird. Hierzu bedarf es allerdings dann Absprachen mit der Bundes- und Landespolizei, um solche Einsätze effektiv gestalten zu können.   

 

Das Thema wird nicht in dieser Woche in der Gemeindevertretung beraten und entschieden werden können. Es gibt Fristen für die Ladung und für die Information der Öffentlichkeit, die bei einer solch kurzfristigen Beratung in dieser Woche verletzt werden würden.

 

gez.

Rocher

Bürgermeister

Karte zur Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Rangsdorf – Sperrung eines Abschnitts des Fontanewegs

Karte zur Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Rangsdorf – Sperrung eines Abschnitts des FontanewegsKarte zur Mitteilung des Bürgermeisters der Gemeinde Rangsdorf – Sperrung eines Abschnitts des Fontanewegs

 

Foto: © Bürgermeister Klaus Rocher