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Rangsdorf plant Errichtung eines neuen Hortgebäudes

26.10.2020

In diesem Jahr wurden erstmals seit Jahrzehnten mehr als 140 Kinder in Rangsdorf eingeschult. Derzeit fehlen eigentlich zwei Klassenräume und im nächsten Jahr vier Klassenräume in der Rangsdorfer Grundschule. Durch die Doppelnutzung von Horträumen als Schulräume wird dies ausglichen. Die Gemeindevertretung hat mit dem Beschluss eines Rahmenkonzeptes im März Grundsatzentscheidungen zur Schaffung der nötigen Schul- und Hortkapazitäten getroffen, die nun umzusetzen sind.

 

Den kurzfristigen Bedarf ab dem Sommer 2021 soll im ersten Schritt ein neuer Hort für 50 Kinder decken. Für die Durchführung eines entsprechenden Ausschreibungs- und Vergabeverfahrens hat die Gemeindevertretung am 29. September mehrheitlich die Ermächtigung erteilt. Damit kann der Neubau eines Hortgebäudes in Modulbauweise neben dem heutigen Oberschulgelände an der Großmachnower Straße 4 geplant werden. Das eingeschossige Gebäude mit einer Fläche von 550 bis 650 m² wäre später flexibel erweiterbar.

 

Neben dem Hortgebäude soll eine Kleinsportbahn mit einer 60-Meter-Laufstrecke und Weitsprunggrube errichtet werden. Die Fahrradstellplätze würden bestehen bleiben.

 

Die Gesamtbaukosten für den neuen Hort werden abhängig von der Fläche schätzungsweise zwischen rund 1,3 und 1,5 Millionen Euro liegen.

 

Die Errichtung des neuen Hortgebäudes berücksichtigt bereits die geplante künftige Nutzung der Oberschule als Grundschule. Derzeit hat Rangsdorf zwei Grundschulen, in Groß Machnow und in Rangsdorf westlich der Bahn an der Clara-Zetkin-Straße. In der Grundschule in Rangsdorf werden ab Sommer 2021 voraussichtlich in 20 Klassen 512 Schüler*innen unterrichtet werden. Von denen wohnen 262 Schüler*innen westlich der Bahnlinie und 250 östlich der Bahnlinie. Die heutige Oberschule liegt mitten im Wohnbereich der 250 Schüler*innen, die östlich der Bahn wohnen.

 

Für den Betrieb einer Oberschule wäre eine 100-Meter-Bahn, ein Sportplatz mit 400-Meter-Bahn oder eine große Sporthalle notwendig. Der Standort der heutigen Oberschule bietet aber keinen Platz dafür. Ausreichend Platz ist dort aber für eine 60-Meter-Bahn und eine kleine Sporthalle, also für die Deckung des Grundschulbedarfes.

 

Deshalb ist es sinnvoll, eine neue Oberschule auf einer geeigneten Fläche zu errichten und den heutigen Oberschulstandort für die Kinder aus dem umliegenden Wohnumfeld als Grundschule zu nutzen, anstatt diese täglich auf die andere Seite der Bahnlinie zu bringen.

 

Bei einer Schulteilung könnten bis zu zwölf Schulklassen am neuen Standort im heutigen Schulgebäude unterrichtet werden. Starten würde die Schule natürlich mit weniger Klassen. Es müssten aber mindestens 6 Klassen sein, um die derzeitigen Raumprobleme am Standort in der Clara-Zetkin-Straße zu lösen. Damit würde eine Grundschule am heutigen Oberschulstandort schon 1-zügig starten. Hinzu kämen jährlich Kinder, die aus dem Bereich östlich der Bahn um die Straßen Am Stadtweg, Sachsencorso und Bergstraße einzuschulen wären.

 

gez. Rocher

 

Foto: © Gemeinde Rangsdorf - AL22