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Mittwochs-Gespräch zur kulturellen Zukunft in Rangsdorf

16.09.2021

Rund 20 Kulturinteressierte, darunter auch einige Mitglieder der Gemeindevertretung, trafen sich am 15. September am Rangsdorfer See. Am Lido diskutierten sie leidenschaftlich über die Schaffung geeigneter Räumlichkeiten und die Nutzungsmöglichkeiten vorhandener Gebäude.

 

Zunächst wies Bürgermeister Klaus Rocher auf das finanzielle Dilemma der Gemeinde hin, die kein Mittelzentrum ist. Dennoch gibt es ein vielfältiges kulturelles Leben in Rangsdorf mit mehr oder weniger genutzten Veranstaltungsorten und sehr engagierten Akteuren, von denen viele anwesend waren.

 

Einig war man sich darin, dass kulturelle Angebote zur wichtigen Begegnung von alteingesessenen Rangsdorfer*innen, Zugezogenen und Menschen mit Migrationshintergrund beitragen. Gerade in der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen sei der Stellenwert von Kunst und Kultur vielen Menschen bewusster geworden.

 

Nun gilt es, vorhandene Gebäude, wie die Kirche in Groß Machnow, oder auch das Lindenforum, das für Konzerte geeignet wäre, intensiver für Veranstaltungen zu öffnen. Zudem entstehen neue Räumlichkeiten, wie ein Jugendclub und auch eine Aula in Verbindung mit der neuen Oberschule.

 

Ein Gemeinschaftshaus auf dem Gelände der bisherigen Fischerei am Rangsdorfer See oder ein Begegnungsort am Kiessee könnten zudem entstehen. Den Anwesenden war aber ganz besonders wichtig, dass in zentraler Lage ein Gebäude für alle Generationen errichtet wird, das verschiedene Angebote bündeln und Raum für kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen bieten soll. Eine größere Bibliothek könnte dort genauso einziehen, wie ein Café.

 

Ein Arbeitskreis wurde dafür ins Leben gerufen, der konkrete Ideen sammeln und funktionierende Konzepte in anderen Kommunen unter die Lupe nehmen soll. Wolfgang Buck, Vorsitzender des Kulturvereins, schlug vor, dafür das Engagement der Kulturmeile zu nutzen, die bereits zwei große Veranstaltungen erfolgreich organisiert hat. Die aus dem Arbeitskreis resultierende Konzeption kann dann als Richtschnur, aber auch als Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln dienen.

 

Klaus Rocher zog zum Abschluss des Mittwochs-Gesprächs das Resümee: „Das Thema wird uns noch weiter begleiten.“

 

Am 22. September wird das vorerst letzte Gespräch am Lido stattfinden. Konkreter Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel werden ab 18.30 Uhr thematisiert. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

 

gez. Rocher

 

Bild zur Meldung: © Gemeinde Rangsdorf - AL22