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Groß Machnow ist ein Ortsteil der Gemeinde Rangsdorf. Groß Machnow hat 1199 Einwohner (stand 12/02). Die Gemarkung Groß Machnow setzt sich aus der Ortslage Groß Machnow, Theresenhof und Pramsdorf sowie den dazugehörigen Wald- und Feldflächen zusammen. Das entspricht ca. einer Fläche von 1600 ha, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. In der Gemarkung Groß Machnow sind 105 Gewerbe (stand 07/00) gemeldet. Die Gemarkung ist aber auch durch viele landschaftliche Besonderheiten geprägt. Unseren Ort erreichen Sie mit dem Auto über den Berliner Ring (A10) Ausfahrt Rangsdorf / Berlin-Tempelhof. Sie fahren dann auf die Bundesstrasse 96 in Richtung Zossen / Baruth. Nach ca. 3km erreichen Sie dann Groß Machnow. Das Wappen von Groß Machnow zeigt eine Großtrappe, einen äußert seltenen Vogel, der in unserer Gemarkung noch bis vor einigen Jahren zu finden war. Darüber ist ein Schwert dargestellt. Letzteres ist Ausdruck der hohen und niederen Gerichtsbarkeit, die im Ort ausgeübt wurde.
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Geschichte von Groß Machnow
Erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. als "Magna Machnow" erwähnt, war unser Ort als deutsches Kolonistendorf mit 80 Hufen und 33 Kossäten das größte im Teltow (Orte wie Mahlow und Blankenfelde waren der Herrschaft Groß Machnow zugeordnet). Es besaß zu dieser Zeit bereits eine Kirche, zwei Windmühlen und zwei Krüge. In den letzten Jahren entstanden auf der Gemarkung mehrere Gewerbegebiete, ein großes Einkaufszentrum und neue Wohnanlagen.
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Zeittafel |
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1375 |
Die 1. genaue Nachricht über „MAGNA MACHENOW“ verdanken wir dem Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahre 1375. Es war der größte Ort des Teltow mit 80 Hufen ( 1Hufe – 20 bis 50 Morgen ) und 32 Kossäten ( Besitzer einer Kate ). Verschiedene Bürger bezogen Hebungen. Den größten Anteil erhielten 1375 HONOW zu Berlin |
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15.JH |
Ritter von QUITZOW und Gericke von ARNIM sind Besitzer fällt dann dem Landesherren Burggraf FRIEDRICH anheim (1. Hohenzoller in der Mark ) |
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1414 |
Heinz DONNER kauft das Gut für 200 Schock böhmische Groschen |
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1443 |
wird es an Ulrich ZEUSCHEL, dem Küchenmeister des Kurfürsten Friedrich II. verkauft ( Gut Mahlow kommt dazu ) Der Sohn Ludwig ZEUSCHEL wird nach dem Tod des Vaters Besitzer Nach dessen Tod erhält der Kurfürst das Gut zurück |
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1482 |
wird das Gut für 32 000 rheinische Gulden verpfändet an Georg und Thomas QUAST. |
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1494 |
bekommt für treue Dienste Georg FLANZ das Gut als Lehnbesitz. Es bleibt im Besitz der Familie FLANZ ( während des 30-jährigen Krieges) |
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17.JH |
Die gutsherrlichen Anteile gelangen in den Besitz derer von BURGSDORFF / BORGSDORF |
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1691 |
Das Gut kommt in die Hände des Obristen Otto von SCHLABRENDORFF |
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1720 |
fallen die Besitzungen an Ewald Bogislaw SCHLABRENDORFF, den Vetter des Verstorbenen. |
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1724 |
kauft es König FRIEDRICH WILHELM I. für 52 000 Taler |
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1807/10 |
erhält Jean Simeon COSTE das Gut für geschuldete 170 000 Taler |
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1834 |
erben nach dessen Tod die Geschwister COSTE, GERN und GROPIUS den Gutsbesitz |
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1836 |
erfolgt der Verkauf des Gutes für 140 000 Taler an Kommerzienrat Louis Bacher BEREND / BEEREND |
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1838 |
wird es an Sohn Hermann Ludwig verschenkt |
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1853 |
ist die Veräußerung des Gutes an den Partikulär von OVEN. |
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1855 |
stirbt der Besitzer. Durch die neue Ehe seiner Witwe hat Freiherr von ERHARD das Gut im Besitz. |
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1876 |
erwirbt es Rittmeister von WINTERFELD- FELHOW |
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1883 |
erbt es dessen Tochter ALICE nach seinem Tod. Sie heiratet Major von SCHIERSTAEDT- DAHLEN. |
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1905 |
stirbt Alice. Von nun an bleibt es im Besitz der Familie SCHIERSTAEDT- DAHLEN. |
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1945 |
Eine Einheit der ROTEN ARMEE bewirtschaftet 520 ha des Rittergutes Groß Machnow mit dem Ziel der Versorgung der stationierten Truppen. Auch die Verwaltung der Berliner Stadtgüter hat 225 ha zur Bewirtschaftung. |
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1951 |
wird das gut mit seinen Ländereien in der sozialistischen DDR in Volkseigentum überführt. Anfang der 50er Jahre entsteht das VEG Groß Machnow |
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Die Treuhand verwaltet das Gut mit etwa
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1996 |
kauft die Prinz zu Hohenlohe und Banghard GmbH & Co Vermittlungs-KG das Gut. Bebauungsvorschläge liegen vor. Die Gemeinde hat eigene Architekten für die Planung herangezogen. |
| 2006 | Die Ciema Bau- und Handelsgesellschaft kauft das gesamte Gut. Der Umbau eines Teils des Gutsgebäudes zur Grundschul-Außenstelle hat begonnen. Das könnte der Auftakt für die Rekonstruktion des gesamten Gutsensembles werden. ....... |