80 Jahre Frieden: Erzählungen von Kriegskindern
In vielen Orten gab es Veranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands, auch am 9. Mai im Rangsdorfer Rathaus.
Eike Mewes berichtete über seinen Kampf ums Überleben. Das tragische Schicksal seiner Familie schilderte Siegfried Fiedler. Oskar Gossing erzählte von seiner Flucht vor dem Tod. Mit ihren ganz persönlichen Eindrücken und Erinnerungen vom Ende des Zweiten Weltkrieges machten sie die Schrecken des Krieges deutlich.
Dr. Norbert Kampe sprach im Anschluss über die politischen Konsequenzen und Schlussfolgerungen, die aus den Kriegsfolgen gezogen wurden. Er beschrieb die Erinnerungskultur, die sich in den vergangenen 80 Jahren wandelte, aber wichtig ist und bleibt. Zudem zeigte er Parallelen zwischen der Machtergreifung Hitlers und der aktuellen politischen Situation auf.
Die eindrucksvollen und bedrückenden Geschichten der Kriegskinder waren eine Mahnung, mit aller Kraft für Frieden einzustehen.
Die bewegende Atmosphäre des Abends, zu dem der Kulturverein und die Gemeinde Rangsdorf eingeladen hatten, untermalten Constanze Riedel mit ihrer Violine und Inna Schiller am Klavier mit leisen Tönen.
Wir danken allen Beteiligten, auch im Namen der vielen Zuhörenden, für die persönlichen Einblicke und erschütternden Erzählungen, die zu einem wertvollen Teil unserer Erinnerungskultur wurden.
Am 20. Juli 1944 haben mutige Männer und Frauen in Deutschland versucht, den Krieg zu beenden. Dabei spielte der Rangsdorfer Flughafen eine wichtige Rolle. Auch wegen des gescheiterten Attentats wurde der Krieg nicht 1944 beendet, sondern endete erst im Frühjahr 1945. Deshalb wollen wir an dem Tag in diesem Jahr Rangsdorfer*innen zu Wort kommen lassen. Zeitzeugen und Zeitzeuginnen des Zweiten Weltkriegs, die die letzten Monate und das Ende des Krieges in Rangsdorf erlebt haben, laden wir ein, davon zu erzählen. Bitte melden Sie sich bis zum 21.06.2025 per E-Mail an oder telefonisch unter 033708 236-66.
gez. Rocher
Bild zur Meldung: © Gemeinde Rangsdorf - AL22










