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Kooperatives Europa: Rangsdorf feiert mit Partnerstädten Jubiläum

Rangsdorf, den 17.07.2025

Die erste urkundliche Erwähnung von Rangsdorf im Landbuch von Kaiser Karl IV vor 650 Jahren ist für die Gemeinde nicht nur ein Anlass zu feiern, sondern auch eine Gelegenheit, Freundschaften zu pflegen. Rangsdorf und Groß Machnow unterhalten aktive städtepartnerschaftliche Beziehungen zu anderen europäischen Gemeinden: zu Fardella in Süditalien und zu Pieniężno in Polen. Seit vielen Jahren besteht zudem eine Partnerschaft mit der Stadt Lichtenau in Westfalen.

 

Um das „Kooperative Europa“ im Rahmen der Festtage in Rangsdorf gemeinsam zu feiern, wurden Vertreter*innen aus Lichtenau und Fardella am 12. Juli im Rathaus empfangen. Dort boten ihnen Mitglieder der Theatergruppe Buntspecht und weitere Akteur*innen im Zeitraffer einen Überblick über die 650 Jahre Rangsdorfer Geschichte. Im Fokus standen dabei nicht die Kriege und Katastrophen jener Zeit, sondern das Verbindende.

 

Auch Bürgermeister Klaus Rocher wies in seiner Rede auf Verbundenheit hin. „Wir sind ein internationaler Ort. Hier leben Menschen aus 60 Nationen“, leitete er ein. Deshalb sei es eine besondere Herausforderung zusammenzuwachsen. Dazu sei das Jubiläumsjahr, das zum größten Teil von Ehrenamtlichen organisiert wird, bestens geeignet.

 

Mariangela Coringrato, Bürgermeisterin von Fardella, betonte, wie wichtig die Verbindung zwischen den Generationen sei. „Der Jugendaustausch ist eine Möglichkeit, diese Freundschaft lebendig zu erhalten“, sagte sie. Dass die Partnerschaft zwischen den Gemeinden auch sichtbare Veränderungen bewirkt, erklärte die Italienerin den Anwesenden an einem Beispiel. In der dünn besiedelten Region Basilikata wird Fardella ein Experiment wagen. Vier Dörfer schließen sich nach dem Vorbild von Rangsdorf und seinen Ortsteilen zusammen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten. „Ohne ein Netzwerk werden wir verschwinden“, befürchtete sie. Auch erneuerbare Energien sollen künftig für mehr Sicherheit und Einnahmen sorgen.

 

Die Bürgermeisterin der Energiestadt Lichtenau Ute Dülfer berichtete vom Wandel der ländlichen Kleinstadt hin zur zukunftsorientierten Energiestadt. Von den Einnahmen aus Windenergie- und künftig auch Photovoltaikanlagen sowie vom grünen Wasserstoff profitiert nicht nur die Kommune. Auch viele der 11.800 Einwohner*innen der 15 Orte sind direkt an den Bürgerwindparks beteiligt. Die Gewinne stützen zudem den Trinkwasserpreis, was der gesamten Bevölkerung zugutekommt.

 

Die Gäste und das Publikum erlebten beim Empfang außerdem noch zwei Premieren: Ein Lied zur Städtepartnerschaft, komponiert von Jonas Kampe, erklang erstmals. Ein Imagefilm, entstanden für das Jubiläum, wurde zum ersten Mal gezeigt und ist nun auch auf der Rangsdorfer Webseite (www.rangsdorf.de/imagefilm) zu finden.

 

Am Nachmittag pflanzten Mariangela Coringrato, Ute Dülfer und Klaus Rocher symbolisch vier Bäume im Rangsdorfer Klimagarten, um die Städtepartnerschaften sinnbildlich wachsen zu lassen. Eine Esskastanie steht nun dort für Fardella, eine Felsenbirne für Rangsdorf, eine Elsbeere für Lichtenau und eine Hainbuche für Pieniężno.

 

Ein besonderer Dank gilt Angelika Kampe. Als Vorsitzende des Vereins Freunde der Städtepartnerschaften Rangsdorf e. V. und als Mitglied im Festkomitee hat sie die Veranstaltung „Kooperatives Europa“ gemeinsam mit anderen Vereinsmitgliedern organisiert.

 

 

gez. Rocher

 

Bild zur Meldung: © Gemeinde Rangsdorf - AL22