Kommunale Zukunft im Fokus
Einer der Rangsdorfer Festtage war der kommunalen Zukunft gewidmet. Am 16. Juli präsentierten Vereine, Unternehmen und Initiativen konkrete Projekte und Ideen für die Entwicklung der Gemeinde Rangsdorf.
Die Veranstaltung auf dem ehemaligen Bücker-Gelände bot genügend Raum, groß zu denken und gemeinsam Visionen zu entwickeln. An verschiedenen Infoständen war Gelegenheit für Begegnungen und Vernetzung.
Ausblicke auf das neue Wohngebiet BUC-36 und die Oberschule samt Sporthalle, Jugendclub und Sportplatz wurden bei drei Führungen über das Gelände und durch digitale Visualisierungen geboten. Fast 200 Interessierte hörten dabei Fakten zur Geschichte, deren Altlasten auch bei der Bodenvorbereitung für die Neubauten zutage traten – u. a. in Form von Müll, Tanklagern und Asbest.
Einen Blick in die nähere Zukunft wagte die Projektmanagerin des Bauträgers Hemsö Elina Johansson. Noch in diesem Jahr soll der Rohbau der Oberschule abgeschlossen werden. Die ersten Fundamente sind schon vorhanden.
Auch die ersten Wohneinheiten in den Einfliegerhallen nehmen Gestalt an. Eduard Bunescu-Fay, Projektleiter beim Investor terraplan, eröffnete das Zukunftsgespräch, das am Abend auf dem Programm stand. Viele Rangsdorfer Wünsche, wie Jugendclub, Spielplatz und Museum werden auf dem Gelände in Erfüllung gehen. Hemsö-Geschäftsführer Jens Nagel regte dazu an, die entstehende Schule und das Funktionsgebäude auch für andere Nutzungen und an den Wochenenden zu öffnen. Andreas Muschinsky leitet den Rangsdorfer Ausschuss für Zukunft und Entwicklung. Er forderte in der Diskussionsrunde, die Rahmenbedingungen zu schaffen und Strategien zu entwickeln, um Digitalisierung, Verkehrswende und nachhaltige Energieversorgung in der Gemeinde voran zu bringen.
Die Bedeutung der Kommunikation für ein gelungenes Miteinander betonte Bürgermeister Klaus Rocher. Als Vorsitzende des Beirates der Kunst- und Kulturschaffenden machte Dr. Gerlinde Förster deutlich: „Kultur durchzieht alle gesellschaftlichen Bereiche.“ Um Treffpunkte für Kommunikation zu schaffen, benötige Rangsdorf ein Museum, ein offenes Gemeindearchiv, Gastronomie und eine Bibliothek als Medienstandort.
Die Teilnehmenden der Diskussionsrunde, die von Dr. Michael Thomas geleitet wurde, tauschten sich aus und freuten sich über Anregungen aus dem Publikum. Am Stand der Gemeindevertretung konnten die Gäste außerdem konkrete Vorhaben benennen und bewerten, die ihnen am Herzen liegen. Besonders viel Zuspruch erhielten nachhaltige Themen, wie die Schaffung eines energieautarken Ortes, die Sanierung des Rangsdorfer Sees oder auch die Schaffung eines Bürgerhauses.
Allen Beteiligten danken wir für die Organisation des Zukunfts-Tages im Rahmen der Festtage zum 650. Jubiläum und für den regen Austausch.
gez. Rocher
Bild zur Meldung: © Gemeinde Rangsdorf - AL22










